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Brücke_zwischen_Wägezelle_und_Auswerteeinheit

XE8000 mit Kraftsensor

Mit dem Sensor Interface IC XE88LC05A Fa. XEMICS (Vertrieb Fa. HY-LINE Sensor-Tec Vertriebs GmbH) steht ein Sensor-Interface IC zur Verfügung, an dem eine Wägezelle ohne externe Beschaltung direkt angeschlossen werden kann. Die Gain- und Offset-Einstellung erfolgt elektronisch. Somit können Produktanpassungen (Kundenwünsche) unter Verwendung einer Basis-Hardware problemlos durchgeführt werden.

Speziell an die Auswertung von Kraftmesszellen werden sehr hohe Anforderungen gestellt. Der Hauptgrund ist das sehr kleine Sensor-Signal des Brückensignals einer Kraftmesszelle. Während die Signal-Änderungen bei den meisten Sensoren mit Brückensignalen oft größer ist als 20mV/V Fullscale (FS), ist das Nutzsignal einer Kraftmesszelle oft nicht größer als 1 mV/V FS. Die Anpassung eines solch kleinen Sensorsignals an eine elektronische Auswertung erfordert einen erheblichen Aufwand an die Verstärkerschaltung. Mit dem Sensor-Interface XE88LC05A wird dieser Aufwand komplett eliminiert. Die Kraftmesszelle wird direkt an den XE88LC05A angeschlossen. Es wird keine weiter Hardwarebeschaltung benötigt.

 

Bsp.: Anschluß einer Kraftmesszelle an den XE88LC05A mit Spannungspeisung
Bsp.: Anschluß einer Kraftmesszelle an den XE88LC05A mit Stromspeisung

Das besondere an dem XE88LC05A ist die integrierten Verstärkerschaltung. Sie zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

 

  • Elektronische Programmierbare Verstärkung zwischen 1 und 1000
  • Offset-Korrektur
  • 16 Bit AD-Wandler
  • Ratiometrischer Aufbau der analogen Verstärkerstufe und des AD-Wandlers

 

 

Bei dem nachfolgendem Versuch wurde ein Wägezellensimulator HBM K36018 verwendet. Die gesamte Elektronik wurde mit 3Vdc versorgt.  Bei der 1ten Messung wurde die Wägezelle direkt an den XE88LC05A angeschlossen, wobei eine Spannungsspeisung verwendet wurde. Der Signalhub der Wägezelle betrug 0,6mV/V und der Brückenwiderstand 1kW.

 

 

Messung 1

Last [g]

Anzeige
Mittelwert aus je
ca. 200 Werten

Schritte

Faktor

Abweich. [g]

0

-16223,353

0

0,00

1000

-11084,811

5138,542

999,9449615

-0,06

2000

-5947,618

5137,193

1999,627412

-0,37

3000

-808,164

5139,454

2999,749846

-0,25

4000

4330,696

5138,86

3999,756689

-0,24

5000

9470,164

5139,468

4999,881847

-0,12

6000

14609,596

10278,9

6000

0,00

Hub:

30832,949

Faktor:

0,19459702

 

 

 

Um bei der sehr geringen Versorgungsspannung die Meßergebnisse zu verbessern, wurde bei dem nächsten Versuch der integrierte Spannungsmultiplizierer aktiviert. Dies führte zu einer weiteren Verbesserung des ohnehin schon guten Ergebnisses.

Messung 2

Last [g]

Anzeige
Mittelwert aus je
ca. 200 Werten

Schritte

Faktor

Abweich. [g]

0

-17889

 

0

0,00

2000

-4147

13742

2000

0,00

4000

9594

13741

3999,854461

-0,15

6000

23337

13743

6000

0,00

Hub:

             41226

Faktor:

0,145539223

 

 

 

Vorteile der Sensorinterfacefamilie XE8000 für die Auswertung von Wägezellen

Das Sensorinterface XE8000 der Fa. XEMICS erfüllt alle Anforderungen, die an eine Auswertung eines Sensors gestellt wird:  hohe Auflösung des Sensorsignals, ratiometrische Signalverarbeitung, elektronische Kalibrierung, geringsten Stromverbrauch (ermöglicht Batteriebetrieb). Das Sensorinterface zeichnet sich durch folgenden Leistungsmerkmale aus:

  • Ratiometrisch aufgebaute analoger Vorverstärker und 16Bit ADC (ZoomingADCÔ )
  • Elektronische Programmierung des Offsets und des Gains
  • Sehr geringes Eingangsrauschen
  • Bis zu 7 Sensoren direkt anschließbar
  • 16Bit programmierbarer DA-Wandler
  • On Chip MTP RISC CPU mit UART
  • Ultra Low-Power und Ultra Low-Voltage Operation

Die Wägezelle wird direkt an den ZoomingADC™ des Sensorinterface angeschlossen. Der ZoomingADC besteht aus einer ratimetrischen analogen Differenzverstärkerstufe und einem 16 Bit ADC. Der 16BitDas Sensor-Signal wird mit dem  Differenzverstärker verstärkt, wobei gleichzeitig der Offset des Sensors angepaßt wird (Bild 2).

Die analoge Verstärkerstruktur ermöglicht eine elektronisch anpassbare Verstärkung sowie Nullabgleich des Sensorsignals, so dass nur der interessante Bereich am Eingang des ADC anliegt. Der Verstärkungsfaktor kann von 1 bis 1000  in 1% Schritten eingestellt werden.

Die Wandlerzeit ist abhängig von der eingestellten Auflösung und beträgt zwischen 75 µs für die 8-Bit-, 500 µs für die 14-Bit- oder 1 ms für 16 Bit-Auflösung. Die 8/22-Bit RISC CPU führt alle Instruktionen in nur einem Clock-Cycle durch. Mit der Ultra Low-Power und Ultra Low-Voltage Architektur (2,4 bis 5,5 V Versorgungsspannung) eignet sich der XE8805 besonders gut für den Batteriebetrieb.

Automatische Kalibrierung des Sensorsystems

Durch die Integration

  • des ZoomingADC™,
  • der On-Chip MTP RISC CPU
  • und des 16Bit DAC

kann die Kalibrierung nach der kompletten Vormontage des Sensorsystems erfolgen. Die Sensordaten für den Nullpunkt und den Fullscale werden über den ZoomingADC erfasst und an einen Rechner übermittelt. Die errechneten Verstärkungsparameter sowie die Parameter zur Korrektur des Ausgangssignals werden zum Systemabgleich verwendet. Die Kalibrierung ist mit nur einem Messvorgang abgeschlossen. Eine Neujustierung bzw. Neukalibrierung ist jederzeit möglich.

Das Sensor-Interface IC´s Familie XE80000 eignet sich ideal, um eine kleine kompakte Hardware zu realisieren, die die gewünschten Anforderungen ohne externe Beschaltungen umsetzt. Durch den ZoomingADC™ gibt es keine analogen Bedienelemente. Die Kalibrierung erfolgt elektronisch mit nur einem Messvorgang. Sämtliche Einstellungen können über eine Parametriersoftware erfolgen. Damit erhält der Anwender eine lückenlose Dokumentation der Parametrierung mit der Möglichkeit, unterschiedliche Parametersätze oder Softwareversionen zu laden. Mit nur einer Hardware kann flexibel und kostengünstig auf Kundenwünsche eingegangen werden.