Smartphone-Technologie erobert die Heizungssteuerung

Hand aufs Herz: Wer möchte heute noch ein Mobiltelefon mit einem Mäusekino-Display und Tastatur? Touchscreen und Fingergesten steigern die Anwendererfahrung mit mehr relevanten Informationen und smarten Einstellungen.

Smartphone-Technologie erobert die Heizungssteuerung

Die Zeiten, in denen man die Temperatur des Wohnraums damit regelte, dass man einfach noch ein Brikett nachlegte, sind endgültig vorbei. Ausgefeilte Heizungsprogramme und Temperaturprofile brauchen ein zeitgemäßes Interface. „Morgens und abends will ich es warm haben, außer am Dienstag, da bin ich abends im Training“ – und was passiert während des Urlaubs? Längst haben Industriesteuerungen dank des Einsatzes der Touchtechnologie zeitgemäße Bedienoberflächen zur Interaktion mit der Maschine geschaffen. Besonders die PCAP-Technologie (Projected Capacitive Touchscreen), die sich seit dem Aufkommen der Smartphones auf breiter Ebene durchgesetzt hat, ist viel versprechend, erlaubt sie doch die designerische Gestaltung der Gerätefront mit Glas und Metall. Dies sorgt für eine hohe Akzeptanz auch im Wohnraum.

PCAP-Technologie

Die Projected-Capacitive-Touchscreen-Technologie (PCAP) ist unter dieser Bezeichnung meist nur den technisch versierten Personen geläufig. Im Gegensatz dazu ist die weit verbreitete Bezeichnung iPhone-Touchscreen jedem bekannt. Die Verwendung im iPhone stellte den Durchbruch der PCAP-Technologie dar.
Bei PCAP (Projected Capacitive Touchscreen) wird durch Berührung der Oberfläche ausgelöste Änderung eines schwachen elektrischen Felds von einer Elektronik ausgewertet. Position und Zahl der erkannten Änderungen werden als Berührpunkte an den Rechner weitergegeben, der dann entsprechende Aktionen, z. B. eine geänderte Darstellung auf dem Display und Schaltvorgänge, auslöst.

Bestimmte Erwartungshaltung

Warum sollte der Hersteller einer Heizungssteuerung diese auf den ersten Blick komplexe und teure Technik einsetzen? Ist der Nutzen höher als der damit verbundene Aufwand?

Durch die Verbreitung von Smartphones und Tablets angeregt, haben Anwender eine bestimmte Erwartungshaltung an neue Geräte. Die Bedienoberfläche muss sich gut anfühlen, die Einstellungen müssen einfach vorzunehmen und Bedienelemente selbsterklärend sein. Dies bringt den Hersteller in Zugzwang: Wo früher ein kleiner Mikrocontroller nicht nur Bedientaster, sondern auch Sensoren abfragte und Leuchten sowie Stellglieder ansteuerte, muss heute ein voll grafikfähiges TFT mit Touchscreen eingesetzt werden. Für eine flüssige Integration kann der Hersteller nicht mehr auf die Unterstützung eines Betriebssystems verzichten. Auf der anderen Seite steht der Mehrwert an Funktionen, den der Anwender gerne mitnimmt und mit denen der bestimmungsgerechte Gebrauch dokumentiert wird: Statistiken zeigen Einsatzzeiten und Verbrauch, Emissionen von Feinstaub und Stickoxiden und der Wirkungsgrad werden überwacht und im Bedarfsfall weitergeleitet. Sogar eine Fernsteuerung über WLAN mit Cloudfunktion ist denkbar. Um den in der Fachpresse zuletzt kritisch kom- mentierten Sicherheitslücken zu entgehen, kann ein Webserver-Modul mit Bridge-Funktion eingesetzt werden, das einerseits die Heizungsanlage im heimischen WLAN integriert und andererseits dem Wartungstechniker oder Kaminfeger den Zugriff nur auf bestimmte Teile der Anlage gestattet – das private WLAN bleibt privat.

HY-LINE als ein Spezialist für Displayund Touchsysteme bietet alle Komponenten für den Aufbau eines funktionsfähigen Systems an. Das Know-how dazu wird an Interessierte in Praxisseminaren in ganz Deutschland weitergegeben.

Fazit

Der Schwenk auf eine grafische Bedienoberfläche mit Touchbedienung fordert dem Hersteller zwar mehr Kenntnisse auf dem Gebiet der Hardund Software sowie der Netzwerktechnik ab, eröffnet ihm aber auch einen Wettbewerbsvorteil durch zeitgemäßes Design und lockt technikaffine Kunden mit einem erweitertem Funktionsumfang. Statistik- und Diagnosefunktionen ermöglichen eine Überwachung und präventive Wartung, die dem Endkunden mit Marketingaktionen als Mehrwert aufgezeigt werden können.

Smart Room Heating App von Dimplex steuert Heizung

Vorlauftemperatur effizient regeln

Smart Room Heating App von Dimplex steuert Heizung

Die Kombination aus Dimplex-Wärmepumpenmanager, Smart Room Heating App und dem Raumtemperaturregler Smart RTC+ regelt die Wunschtemperatur und ermöglicht, dass die Heizungsanlage stets mit der effizientesten Vorlauftemperatur betrieben wird.

Über die neue Smart Room Heating App wird angezeigt, in welchem Raum welche Temperatur herrscht. Per App kann die Raumtemperatur von bis zu zehn Räumen nach persönlichen Bedürfnissen auf bis zu 1/10 °C genau eingestellt werden.

Die Smart Room Heating App von Glen Dimplex Thermal Solutions bietet eine intelligente Heizungsregelung ohne Heizkurveneinstellung. „Sie verbindet dabei maximalen Komfort mit bestmöglicher Effizienz, indem sie sich konsequent nach den Nutzerbedürfnissen richtet – und auf direkter Kommunikation mit der Wärmepumpe als Wärmeerzeuger basiert“, teilte das Unternehmen im Mai mit. Installateure müssen lediglich einmalig den gewünschten Heizkurvenendpunkt einstellen. Im Alltag dreht der Kunde dann nicht mehr am Thermostat, sondern kommuniziert per App mit der Wärmepumpe. Nach Herstellerangaben ermittelt der Wärmepumpen-manager, der die gesamte Heizungsanlage regelt, die für die Wunschtemperatur niedrigstmögliche und damit die effizienteste Vorlauftemperatur. Mit der Smart Room Heating App können auch zwei Heizkreise unabhängig voneinander gesteuert werden. Dabei ermöglicht die Einzelraumregelung Smart RTC+ den direkten Zugriff auf jeden Raum. „Das Heizungssystem weiß also jederzeit, in welchem Raum welche Temperatur herrscht – und kann jeden einzeln und unabhängig von den anderen steuern“, heißt es weiter aus Kulmbach. Der Kunde kann die Temperatur von bis zu zehn Räumen nach persönlichen Bedürfnissen auf bis zu 1/10 °C genau einstellen und profitiert nach Unternehmensangaben gleichzeitig von größtmöglicher Effizienz der gesamten Heizungsund Lüftungsanlage. Die App ist bereits darauf vorbereitet, laufend die Betriebsdaten zu analysieren, um erzielte Effizienzvorteile zu visualisieren und weitere Einsparpotenziale anzuzeigen. Bei Abweichungen im Anlagenbetrieb, die erhöhte Betriebskosten zur Folge haben könnten, erhält der Benutzer eine Warnung als Pushinformation. Die Smartphone- App für Apple iOS ist bereits erhältlich, die Android-Version soll bis Ende 2017 zum Download bereitstehen.

www.gdts.one

 

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